Aufräumarbeiten und Vorbereitungen

Auch wenn wir momentan kein neues Projekt umsetzen, ist der Jänner eine ziemlich intensive Zeit. Es gilt die Altlasten aus dem letzten Jahr aufzuräumen und die Planung für das aktuelle Jahr so gut es geht fertig zu machen. Beides wichtig, denn daran hängen einerseits die möglichen Subventionen und andererseits die eigene Verfügbarkeit für Fremdprojekte.

Um bei dem Haufen an Büroarbeit nicht einzuschlafen hilft nur regelmäßiger Kaffeenachschub.
Um bei dem Haufen an Büroarbeit nicht einzuschlafen hilft nur regelmäßiger Kaffeenachschub. Foto: Gerda

Bei den Aufräumarbeiten gibt es für mich immer drei große Baustellen:

  1. Abrechnungen. Für jedes Projekt, dass irgendwie mit Budget durchgeführt wird, muss eine korrekte Abrechnung gemacht werden. Die braucht man um selbst eine Ahnung zu haben, wie das Projekt im Endeffekt gelaufen ist (wirtschaftlich gesehen). Wenn Förderungen der öffentlichen Hand im Spiel waren, ist es zusätzlich notwendig einen Verwendungsnachweis zu erbringen. Dieser besteht aus der Abrechnung und den gesammelten Honorarnoten/Rechnungen für das Projekt, in Höhe der Subvention. Das Schlimme ist, dass man praktisch immer an den Punkt kommt wo eine Rechnung fehlt und man dann der entsprechenden Person nachlaufen kann, bis man das Zeug bekommt.
  2. Feintuning, der letzte Schliff am Vorjahresprojekt. In unserem Fall des Films: Der Pied Piper ist eigentlich im Kasten und fertig. Aber minimale Korrekturen an Farben, Helligkeit, Schnitten oder der Musik gehören noch erledigt, damit man den Deckel drauf hauen kann.
  3. Promotion. Der fertige Film gehört jetzt natürlich auch irgendwie verwertet. Nachdem für Kurzfilme nicht wirklich ein Markt besteht und man ihn daher nicht auf dem traditionellen Weg verkaufen kann, muss er, in unserem Fall, zu möglichst vielen Filmfestivals, auf denen man potentiell Preise gewinnen könnte. Viel wichtiger ist aber, dass der Film dort gesehen wird und man Connections zu anderen Filmemachern knüpfen kann. Immerhin bewegen wir uns hier in einer, für uns, neuen Szene.

Die Planung fürs aktuelle Jahr gestaltet sich da etwas entspannter. Man macht sich Gedanken, was man umsetzen will und wann man denn Zeit dafür hätte. Dann schaut man in den Kalender, merkt dass man in dem Zeitraum für Fremdprojekte eingeteilt ist und verschiebt den Termin. Bevor man sich versieht ist das Jahr voll und man fragt sich: „und wann entspanne ich da eigentlich …“?

Ebenfalls in den Jahresanfang fallen die Einreichungen fürs neue Jahr. Es geht darum Deadlines einzuhalten, die sonst den Ablauf der Bearbeitung übelst versauen können. Um am Beispiel unseres Films zu bleiben: Es gibt eine Förderstelle deren Deadlines alle 4 Monate sind (also nur 3 im Jahr). Verpasst Du so ein Ding, erhältst Du Deine Zusage im Regelfall also 4 Monate später. In dem Fall kann es Dir leicht passieren, dass Du erst nach dem Dreh weißt, wie viel Geld Du eigentlich zur Verfügung hast. Und das ist nicht nett.

Paket für Einreichung beim Bundeskanzleramt: Motivationsschreiben, 10-seitiges Konzept, 5-seitige Kalkulation, Lebenslauf, DVDs mit Referenzmaterial. Alles in 6-facher Ausführung
Paket für Einreichung beim Bundeskanzleramt: Motivationsschreiben, 10-seitiges Konzept, 5-seitige Kalkulation, Lebenslauf, DVDs mit Referenzmaterial. Alles in 6-facher Ausführung.

Die Abrechnungen fürs letzte Jahr habe ich seit gestern fertig und die ersten kritischen Deadlines für Einreichungen sind heute auch geschafft. Dennoch bleibt für die nächsten Wochen noch viel Arbeit am Computer übrig um alle Weichen für 2016 zu stellen. Wir melden uns nächste Woche mit einem Update.

Ich am Ende eines langen Büroarbeitstages.
Ich am Ende eines langen Büroarbeitstages. Foto: Gerda

 

FraGue Verfasst von:

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