ELSEWHERE – Das Making of des Hexenkostüms

Für den Film „Elsewhere“ haben wir alle Kostüme selber entworfen und angefertigt, aber bei einem haben wir Hilfe gebraucht. Die Idee für das Hexenkostüm stand schnell fest nur wussten wir überhaupt nicht wie wir es machen sollen.
Da kam Maria Juen ins Bild!
Maria ist Malerin und kennt sich auch mit den verschiedensten Techniken der Textilverarbeitung aus.
Sie hat gleich gesagt:“ Das ist einfach, das kann man doch mit Filzen machen!“ Auf Anweisung von ihr haben wir Vlies Wolle besorgt und ab damit in die Werkstatt. Ich war sehr neugierig und habe mich als Werkstatt Assistentin angeboten 🙂 Maria wusste ganz genau was sie braucht und wie sie vorgehen soll und hat alles so schnell gemacht, dass ich kaum mitgekommen bin. Ratz – Fatz war auch die erste Skizze fertig – auf dem Boden versteht sich – und wurde gleich an der Schneiderpuppe angepasst. Das war erst der Anfang.

Maria bei der Erstellung der Skizze - Photo Gerda
Maria bei der Erstellung der Skizze – Photo Gerda

In Folge wurde die Wolle ausgerollt und in mehreren Schichten kreuzweise übereinander gelegt. Auch wenn alles so einfach klingt, man muss viel beachten und sehr genau arbeiten, ansonsten wird das Ergebnis schnell zu klein oder eben zu groß… Hier merkt man wie gut man über die verschiedenen Materialien und ihren Eigenschaften wissen muss. Genauso wichtig ist es, dass Endprodukt schon jetzt geistig vor sich sehen zu können..
Jetzt hat die wirkliche Arbeit erst begonnen. Dazu haben wir heißes Wasser, Seife, viel Geduld und Kraft gebraucht.

Dieser Teil der Arbeit war anstrengend, wir haben es aber mit Humor genommen! - Photo FraGue
Dieser Teil der Arbeit war anstrengend, wir haben es aber mit Humor genommen! – Photo FraGue

Maria und ich waren von Anfang an ein gut eingespieltes Team und sind schnell voran gekommen. Vielleicht ist es an unseren langjährigen Freundschaft oder auch an Tom Waits gelegen, aber wir waren in knapp 3 Stunden mit dem Oberteil fertig. Den Feinschliff haben wir auf den nächsten Tag verschoben. Während die Wolle sich getrocknet hat, haben wir weitere Ideen und Vorgehensweisen bei einem guten Gulasch besprochen.

Am 2.Tag haben wir mit Mini Scheren die Löcher vorne und am Rücken ausgeschnitten, jedes Loch anders, eins nach dem anderen. Manchmal ist es doch praktisch wenn man kleine Hände hat! Den Hals und den Hüftenteil habe ich Maria überlassen, denn hier war das Risiko zu hoch, dass so ungebildete Hände wie meine grob reinschneiden und das ganze Kunstwerk ruinieren. Jetzt musste nur noch Olivia vorbei schauen das Kostüm anzuprobieren. Das passierte erst in der darauf kommende Woche, was gut war. Bis da haben sich nämlich weitere Ideen für die finale Abrundung des Kostüms heraus kristallisiert.

Die löcher sind fertig, Hals und Hüfte müssen noch gemacht werden - Photo Gerda

Nachdem Olivia das Kostüm anprobiert hat konnte Maria die bis da mit der Hand provisorisch genähten Seiten mit der Maschine ausbessern. Auch beim Hals haben wir noch nachkorrigiert und wir waren uns einig, dass beim Hals noch ein Draht reinkommen muss, wo man dann einen kleinen Knochen befestigen kann. Dieses Kostüm wurde vor meinen Augen, teilweise mit meiner Hilfe geboren und wurde mein ganz besonderes Lieblingsstück, worauf ich sehr stolz bin. Ich war auch sehr glücklich mit meiner Freundin endlich ein Projekt gemeinsam machen zu können, und, dass ich einen Profi für diese Arbeit gewinnen konnte! Bei unserer Film Premiere werdet Ihr dieses Kostüm live anschauen und anfassen können, außerdem wird Maria vor Ort sein und Eure Fragen bezüglich der Herstellung usw. beantworten können! Wie das gesamte Kostüm an Olivia aussieht erfahrt Ihr im Film und auf einem der Plakate, das Frank Wimmer fotografiert hat. Also Seid dabei!

Gerda Verfasst von:

Schreibe den ersten Kommentar

Kommentar verfassen