Elsewhere – Kostüme & Props

Ein weiterer Teil der uns diesmal besonders bei Laune gehalten hat, obwohl diesmal wirklich viel zu tun war, ist das Kostümdesign. Ich habe früher ja öfter an sogenannten LARPs teilgenommen oder auch selbst welche veranstaltet, von daher war das Ganze ein bisschen ein nostalgischer Punkt. Ich sollte übrigens wieder öfter auf LARPs fahren. Zu schade drum.

Nachdem unser Budget relativ klein war, haben wir die Grundmaterialien für alle Outfits auf dem Flohmarkt besorgt. Unsere Hauptanlaufstellen waren dafür der Adler Flohmarkt und der Metro Flohmarkt in Salzburg. Beide wöchentlich am Sonntag. Zusätzlich einmal im Monat der Kleingmainerhofflohmarkt und nur gelegentlich weitere Flohmärkte oder Second Hand Shops. Einige wenige Teile haben wir im letzten Stadium neu gekauft weil einfach nicht mehr genug Zeit war um alles Second Hand zu besorgen. Das betraf vor allem Hosen und Schuhe.

Wichtig bei der Auswahl ist es darauf zu achten, dass die einzelnen Teile schon in ihrem Grundzustand gut aussehen müssen, wenn sie zusammen getragen werden. Es ist im Nachhinein nur schwer möglich unpassende Looks durch Modifikationen anzugleichen.

Im ersten Arbeitsschritt haben Gerda und ich die Kostüme zusammen gestellt und auch selber ausprobiert. Dieser Schritt sieht dann ungefähr so aus.

Gerda trägt Farahs Kostüm
Gerda trägt Farahs Kostüm
FraGue trägt Juls Kostüm
FraGue trägt Juls Kostüm
FraGue trägt Steves Kostüm
FraGue trägt Steves Kostüm
Gerda trägt ein nicht verwendetes Kostüm
Gerda trägt ein nicht verwendetes Kostüm

Im nächsten Arbeitsschritt haben wir die Darsteller in die Kostümwerkstatt (= unser Wohnzimmer) bestellt um die Klamotten  zu testen. Da kommt man bereits auf einige notwendige Änderungen und es kommen Wünsche fürs fertige Design von den Leuten welche die Sachen tragen werden. So weit es geht haben wir diese immer berücksichtigt, da sich die Darsteller ja möglichst wohl in den Klamotten fühlen sollen. Ein paar Bilder von diesem Stadium seht ihr hier.

Alle Kostueme vor dem Modding
Alle Kostüme vor dem Modding
Jul in Kostüm
Jul in Kostüm
Steve in Kostüm
Steve in Kostüm mit Hippie Sonnenbrille und stylischem Kopftuch

 

Nachdem fast alle Kostüme anprobiert wurden mussten sie nun den richtigen abgeranzten Look haben.

  1. Kaputt machen: Der Beste Teil davon. Hierbei nimmt man alles zur Hand was Klamotten ruinieren kann (Messer, Feile, Feuer, Schleifpapier, Drahtbürste, Lochschneider aka Zerfetzer, den Nachbarshund, …) und macht Löcher rein. Schmerzhaft musste ich erfahren, dass man in dieser Phase sehr leicht übertreiben kann und dann kann man das gute Ding wirklich nur noch weg werfen.
  2. Einsauen: Hier unterscheidet man grundsätzlich zwischen der „Echt-Dreck-Methode“ und dem „Paintjob“. Zu Beginn haben wir alle Kostüme mit „Echt-Dreck“ behandelt. Dabei nimmt man das Kostüm und bestreicht es an ausgewählten Stellen mit Farbe oder Kleber. Darauf wird dann Dreck (in den meisten Fällen Bauschutt, es geht aber auch Erde, Staub, Mörtel oder Sand. Je nachdem welcher Look genau erwünscht ist) aufgebracht. Sobald das getrocknet ist, schüttelt man überflüssiges Material ab und fixiert es mit Klarlack. Vorteil dieser Methode: sie sieht besser aus. Nachteil: die Sachen sind echt dreckig und deshalb nicht so angenehm zu tragen wie beim „Paintjob“.
    Airbrush
    Airbrush

    Das war auch der Grund warum ich im späteren Verlauf hauptsächlich mit Farbe gearbeitet habe. Dafür wird Farbe einfach mit Pinsel oder Airbrush aufgetragen. Damit die Farbe gut in die Struktur eindringt und es auch waschbar bleibt ohne raus zu gehen, haben wir stark verdünnte Acrylfarbe genommen. Die hat sich in Tests am besten bewährt.

Steve und Jul Kostüme fertig
Steve und Jul Kostüme fertig

Auf diesem Bild sind Steve und Jul in Kostüm und mit Props zu sehen. Zur Unterscheidung: „Echtdreck“ auf Steves Kostüm (links) und bei Jul Farbe (mit Ausnahme der Schuhe).

Damit die Welt insgesamt glaubhaft wirkt brauchen wir nun noch Gegenstände mit denen die Leute interagieren können, die Props. Am Anfang des Films sehen wir unsere Protagonisten beim Essen. Dafür brauchen sie Tassen und Schüsseln. Diese wurden aus alten Konservendosen und Draht gebaut. Danach mit Acrylfarbe besprüht und zum Abschluss mit lebensmittelechtem Lack versiegelt.

Die fertigen Kostüme alle Teilnehmer könnt ihr im Artikel ELSEWHERE – Unser Team sehen. Im nächsten Artikel zeigen wir den Schaffensprozess des Hexenkostüms genauer. Dieses wurde von Grund auf neu gemacht.

FraGue Verfasst von:

Schreibe den ersten Kommentar

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.