Studionachwuchs: Die Neumänner sind da

Schon seit längerem fehlte in unserem Studio ein entscheidendes Element um unsere musikalischen Werke so gut wie möglich zu präsentieren. Die Rede ist von Stuidomonitoren, aka Monitorboxen. Nachdem wir die Teile sowohl live hören wollten, als auch fachkundige Beratung zu dem Thema brauchten, haben wir beschlossen bei örtlichen Musikhandel KeyWi Music vorbei zu schauen.

Bei unserem ersten Besuch hatte der Zuständige für Studiotechnik ausgerechnet seinen freien Tag. Blöde Sache. Wir haben trotzdem alle vorhandenen Monitore durchgehört und drei Favoriten für uns gefunden: den Eve Audio SC 205, Yamaha HS8 und Sonodyne SM 200Ak. Alle drei haben einen tollen, sehr klaren Klang, der uns gut gefallen hat. Aber ohne fachliche Info dazu wollten wir sie nicht kaufen, weil die Teile doch einen Batzen kosten.

Leider erst ein paar Wochen später haben wir vorher mit dem Chef der Studioabteilung – Klemens – ausgemacht, dass wir vorbei kommen. Dieser hat uns dann sehr detailliert Vor- und Nachteile der Monitore erklärt. Im Endeffekt haben wir uns für den Neumann KH120A entschieden. Dieser ist bei unserem ersten Besuch beim alleinigen hören eigentlich sofort durchgefallen, da sein Klang nicht so klar ist wie bei den oben erwähnten Modellen. Allerdings klingen vor allem die Höhen und Mitten, die für uns besonders ausschlaggebend sind – weil Gerdas Querflöte in diesen Frequenzbereichen klingt – auf den anderen Monitoren etwas zu schön, was beim Abmischen dazu führen kann, dass man zu früh zufrieden ist und die Sache dann auf großen Anlagen nicht gut klingt.

Neumann Monitor Schachteln
Zuhause angekommen. Die Teile sind ganz schön schwer.

Es folgt das richtige Setup. Monitore direkt auf dem Tisch zu platzieren führt zu Reflexionen des Sounds was wiederum manche Frequenzen  verfälscht wiedergibt. Selbiges passiert wenn man sie direkt an eine Wand oder gar in eine Ecke stellt. Im Normalfall stellt man Monitore daher auf sandgefüllte Stative. Leider haben wir in unserer Wohnung keinen Platz dafür und so musste eine Selbstbaulösung aus dem Baumarkt her um sie zu erhöhen und vom Resonanzkörper des Tisches zu entkoppeln.

Eine kostengünstige und trotzdem sehr effiziente Lösung sind Podeste aus Ytong Ziegeln. Das sind Porenbetonsteine aus dem Baumarkt, die im Hausbau verwendet werden. Sie sind darauf ausgelegt Erschütterungen zu dämpfen und sehr leicht, was dazu führt das unser IKEA Tisch nicht den Geist aufgibt. Das Material ist etwas porös, deshalb müssen oben und unten Teppichfliesen angebracht werden um weder die Boxen noch den Tisch zu zerkratzen. Damit ist die Nähe zur Tischkante und die Vibrationsentkoppelung zum Holz gelöst. Um der Reflexion von den Wänden Herr zu werden haben wir die eingebauten EQ Möglichkeiten der Monitore verwendet. Dort kann man die Frequenzen die aufgrund der Reflexion zu stark wahrgenommen werden abschwächen. Keine perfekt Lösung aber unter den gegebenen Umständen, dass Maximum was raus zu holen ist.

Neumann Monitor auf Ytong Podest
Neumann Monitor auf Ytong Podest

An die Neumänner: Willkommen im Team.

FraGue Verfasst von:

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